
Die Probleme mit Infrarotlampen mit einer Länge von mehr als 2 Metern für die Glasverarbeitung
Die meisten Infrarotlampen arbeiten nur bis zu einer Länge von einem Meter. Das ist für kleine Arbeiten ausreichend – doch bei der Verwendung großer Glasöfen stellt sich das Problem: Man kann nicht einfach ein paar kurze Lampen aufstellen und darauf hoffen, dass alles funktioniert. Andernfalls entstehen an den Verbindungsstellen Kältepunkte.
Das führt zu erheblichen Problemen in Bezug auf die Konstanz der Temperatur. Deshalb bauen wir spezielle Anlagen, deren Länge über 2 Meter beträgt.
Der Kampf mit Spannung und Leistung
Bei großen Entfernungen wird die Spannung zum Problem. Wenn man versucht, ein Standardnetz mit 230 V über eine Strecke von zwei Metern oder mehr zu betreiben, führt das zu Problemen. Entweder kommt es zu Spannungsabfällen oder die Sicherungen schalten ständig ab.
Wir wechseln daher meist auf eine höhere Spannung oder regulieren die parallele Verkabelung. Warum? Weil wir dafür sorgen müssen, dass die Leistungsdichte vom ersten bis zum letzten Zentimeter gleich bleibt. Wenn die Leistung auch nur geringfügig schwankt, verformt sich das Glas. Und niemand möchte einen ganzen Produktionslauf wegen solcher Schwankungen verschwenden.
Kampf gegen Schwerkraft und Hitze
Ein zwei Meter langer Quarztubus ist im Grunde genommen wie ein riesiges, zerbrechliches Stück Glas. Sobald er die Betriebstemperatur erreicht hat, neigt er dazu, nach unten zu hängen. Wenn dieser Tubus den Reflektor berührt, entstehen heiße Stellen – und dann reißt das Glas oder der Glühfaden geht kaputt. Um das zu verhindern, verwenden wir verstärkte Halterungen und achten sehr genau auf die Abstände zwischen den Komponenten.
Wir verwenden hochreinen Quarz, um den thermischen Schock zu bewältigen – aber man muss trotzdem vorsichtig sein. Die Geschwindigkeit des Transportbands muss perfekt mit dem Aufheizvorgang übereinstimmen.
Das Problem mit der Kühlung
Diese langen Anlagen strahlen eine enorme Menge an Wärme ab. Das Glas erhält zwar die benötigte Wärme – doch das Gehäuse leidet darunter. Man kann die Kühlung nicht einfach ignorieren. Wenn die Lüfter nicht stark genug sind, um die Wärme von den Kabeln und Reflektoren wegzuführen, zerstört sich die Isolierung. Dann versagen die Verbindungen und das ganze System funktioniert nicht mehr.
Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem: Man braucht zwar Wärme – aber man muss auch dafür sorgen, dass diese Wärme irgendwo abgeleitet werden kann.