
Auf dem Boden befindet sich der Biegeofen – dort bekommt das Glas schließlich seine endgültige Form. Dabei bestimmt das Wärmeprofil darüber, ob das Glas als fertiges Produkt verwendet werden kann oder ob es als Schrott endet. Wenn die Erwärmung ungleichmäßig ist, entstehen thermische Spannungen, optische Verzerrungen sowie Risse – diese treten oft erst beim Tempern zutage – oder noch schlimmer: erst nachdem das Glas eingebaut wurde. Wir haben unseren Biegeofen so konstruiert, dass das thermische Feld stabil bleibt und das Glas ohne Probleme durch den Herstellungsprozess gelangt.
Wichtig ist die Kontrolle über den Prozess. Der Heizer arbeitet mit Kurzwellen-Infrarot-Kristallelementen, wodurch er schnell reagiert und eine präzise Temperaturregulierung ermöglicht – schnelles Erwärmen und Abkühlen. Die Leistung des Heizers wird an die Geometrie des Ofens angepasst; in der Regel liegen die Werte bei 24–48 kW, dreiphasig. Die Steckdosen sind kompakt gestaltet und passen in Standardanschlüsse. Die Emittoren sind so angeordnet, dass ein gleichmäßiges Wärmeprofil auf dem Glas entsteht – dadurch entstehen keine Unterschiede zwischen den Rändern und der Mitte des Glases. In der Praxis bedeutet das wiederholbare Ergebnisse bezüglich der Biegung des Glases sowie weniger Schrott aufgrund von Verformungen.
Der Heizer funktioniert, weil er perfekt in den Ablauf der Produktion passt. Derselbe Heizer kann zur Biegung des Glases, zur Vorheizung vor dem Tempern, zum Trocknen von Beschichtungen sowie zur Vorbereitung auf das Laminieren verwendet werden. Dadurch können Ersatzteile standardisiert werden und die Umstellungzeit verkürzt werden. Der Energieverbrauch sinkt, da die Elemente schnell ausgeschaltet werden und nur dann wieder eingeschaltet werden, wenn sie benötigt werden – statt ständig im Betrieb zu sein. Dadurch werden kürzere Zykluszeiten erreicht, es kommt zu weniger Brüchen durch Spannungen, und die Qualität bleibt konstant – auch bei der Verarbeitung von Gläsern unterschiedlicher Dicke.
Die Installation ist einfach – doch die Abstände zwischen den Komponenten sind entscheidend. Die Kristallemitter benötigen den richtigen Abstand, um heiße Stellen zu vermeiden. Zudem müssen die Reflektoren sauber bleiben, damit eine gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleistet wird. Der Heizer ist mit den meisten OEM-Ofenen kompatibel – doch bevor man die Module austauscht, sollte man Spannung, Montageart sowie Richtung des Luftstroms überprüfen. Man sollte den Heizer wie einen Bestandteil des Ofens selbst behandeln – Ausrichtung, Isolierung und Wärmemanagement sind entscheidend für das Endergebnis.