
In der Brennlinie ist eine ungleichmäßige Wärmeverteilung der „stillen Mörder“ – sie führt zu Spannungsrisse, Verformungen oder optischen Störungen, die Stunden voller Produktion zerstören können. Der Thermoelement ist das Instrument, das dafür sorgt, dass das Wärmefeld gleichmäßig bleibt.
Was technisch wichtig ist:
Wir wählen Thermoelemente aus, die direkt eingebaut werden können und zum Profil des Ofens passen – Typ K oder Typ N. Sie sind außerdem mit Quarz oder Inconel umhüllt, damit sie Korrosion und thermischen Schocks standhalten können. Die Verbindungspunkte sind geerdet, damit es zu einer schnellen Reaktion kommt. Das Kabel ist außerdem gegen elektromagnetische Störungen geschützt. Die Kalibrierung erfolgt nach den Vorgaben von ISO/IEC 17025 – mit genügend strengen Toleranzen, damit Abweichungen zwischen den verschiedenen Zonen unter Kontrolle bleiben. In der Praxis bedeutet das, dass die Einstellungen während der Behandlungszyklen konstant bleiben.
Warum das funktioniert:
Eine gleichmäßige Erwärmung ist entscheidend für eine gute Qualität des Glases. Ein stabiles, gleichmäßiges Wärmefeld verringert die thermischen Belastungen, die zu spontanen Brüchen führen könnten. Zudem bleibt die Formgedächtnisfähigkeit des Glases bei der Biegung erhalten. Wenn das Thermoelement korrekte Werte anzeigt, hält der Steuerkreis jede Zone innerhalb eines engen Bereichs – dadurch erwärmt sich das Glas gleichmäßig, kühlt vorhersehbar ab und bleibt flach, klar sowie dimensionell stabil. Dadurch gibt es weniger Ausschuss, weniger Produktionsstopps – und eine konstante Ausbringungsgeschwindigkeit, wie sie benötigt wird.
Wichtige Details:
Die Montagegeometrie spielt eine wichtige Rolle. Das Thermoelement sollte in der aktiven Heizzone platziert werden, fernab von Strahlung und Zugluft – sonst werden falsche Werte gemessen. Nach längerer Exposition gegenüber hoher Temperatur kann es zu Abweichungen kommen; daher sollte die Kalibrierung in Abhängigkeit von der Betriebszeit erfolgen. Der Austausch des Sensors ist bei den meisten Öfen einfach – doch man sollte auf den Anschlusstyp, die Länge der Leitungen sowie den Durchmesser der Hülle achten, damit es keine Probleme bei der Montage gibt.